Designwirtschaft

Designwirtschaft

Die Welt ändert sich. Dabei haben wir es mit einem permanenten Wandel und einer hohen Veränderungsdynamik zu tun – technologisch, ökonomisch, ökologisch, gesellschaftlich.
Das bleibt nicht ohne Folgen.

Die Gesellschaft und jeder einzelne ist aufgefordert bei der Gestaltung der Zukunft aktiv mitzuwirken. Für uns Designer bedeutet das, dass wir uns der Verantwortung für uns, unseren Berufsstand, unsere Auftraggeber und die Gesellschaft bewusst sind und unsere Fähigkeiten und Kompetenzen dafür einsetzen, eine gerechte, lebenswerte, sichere Zukunft zu gestalten.

Neue Herausforderungen

Diese neuen Herausforderungen sehen wir als »Ausweitung der Designzone«, die Chance und Auftrag gleichermaßen ist für die arbeitenden Designer. Es geht nicht mehr nur um die Gestaltung von zwei- oder dreidimensionalen Artefakten, von Produkten und/oder Identitäten. Es geht darum, das Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure (Multi User Systeme) zu gestalten, es geht darum, komplexe (Design-) Projekte auf den Weg zu bringen, es geht darum, die Diskurse innerhalb der Designszene und die unserer Partner und Kunden außerhalb dieser Szene zu gestalten und professionell zu begleiten.

Designwirtschaftlicher Wandel

Für den Arbeitsalltag der Designer bedeutet all dies, dass sich die Anforderungen und Bedürfnisse ihrer Kunden und Partner ändern. Und auch sie unterliegen einem permanenten Wandel mit einer hohen Veränderungsdynamik. Für die AGD heißt das herauszufinden, was das für die Arbeit der Designer bedeutet, für deren Inhalt, für die dafür erforderlichen Kompetenzen und Fähigkeiten und, falls dies neuartige, andere sind als die in der Vergangenheit, wie damit umzugehen ist.
Aus unserer Sicht gibt es vier Strategien, dem zu begegnen:

  1. Verweigerung und Beharren auf das Vertraute. Das ist schnell erschöpft.
  2. Punktuelle, selektive Veränderungen, ohne das Ganze im Blick zu haben.
  3. Die Effizienz meiner bisherigen Arbeit verbessern. Das geht eine Weile gut, ist aber absehbar erschöpft.
  4. Den Wandel aktiv gestalten und für sich nutzbar machen. Veränderungen sind keine Bedrohung sondern eine Chance.

Was ist Gutes Design?

Wie Strategie Nr. 4 funktionieren kann, zeigen wir in unserem zehnmonatigen Bildungsprogramm Design macht: Business. Zudem können Sie auf unserem eigens dafür eingerichteten Blog in zweiwöchentlich erscheinenden Beiträgen lesen, was Designer alles über Business wissen wollen und nicht zu fragen wagen, was Business mit gutem Design zu tun hat und welche Chancen eine ausgeweitete Designzone bietet.

Was uns treibt?

Auf Wandel und Verunsicherung müssen wir alle reagieren und sie bestenfalls aktiv gestalten. Designer sind dafür gewissermaßen prädestiniert, weil sie aufgrund ihres kreativen Arbeitens einer Studie der beiden Oxford-Professoren Carl Benedikt Frey und Michael A. Osborne zufolge zu den Berufen gehören, die am wenigsten der Digitalisierung und Automatisierung zum Opfer fallen und damit am Ende irgendwie übrig bleiben. Als Verband sehen wir es als unsere Pflicht an, diesen Prozess auf den Weg zu bringen und zu begleiten.

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