Finanzielle Unterstützung aus dem AGD-Fonds

Es gibt Fälle, bei denen es ohne Anwalt nicht geht. Sei es die Höhe einer ausstehenden Forderung, sei es großer Widerstand der Kund:innen gegen die Zahlung einer Rechnung, sei es ein schwieriger Plagiatsfall oder eine komplexe Designnutzung. Dann raten auch wir dazu, einen Anwalt oder eine Anwältin hinzuzuziehen.

 

Diesen Schritt zu unterstützen, richten wir einen Fonds ein. Er wird jedes Jahr so mit Geld befüllt, dass die Summe am 31.01. eines Jahres mindestens 7% der Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen des Vorjahres beträgt. Der Fonds existiert unabhängig vom Jahreshaushalt der AGD. Das heißt, er wird nicht geschrumpft, wenn anderswo die Ausgaben steigen oder Investitionen nötig sind. Heißt auch, je mehr Mitglieder die AGD hat, desto höher sind die jährlichen Mitgliedseinnahmen und desto höher ist die im Fonds verfügbare Summe.

 

Jedes AGD-Mitglied, das mindestens drei Monate lang Mitglied des Verbandes ist, kann Unterstützung aus dem Fonds beantragen. Nicht in jedem Fall werden wir helfen können. Bestehen zum Beispiel geringe Aussichten auf Erfolg, oder ist der Fonds vor Ablauf eines Jahres ausgeschöpft, können wir eine Unterstützung im Interesse der anderen AGD-Mitglieder nicht gewähren.Doch es soll nicht mehr dazu kommen, dass ein eigentlich aussichtsreicher Prozess allein aus finanziellen Gründen nicht geführt werden kann.

 

Und so unbürokratisch die Hilfe sein soll, müssen wir selbst erst noch ein paar Formalien erledigen. Da ein solcher Fonds eine von der Mitgliederversammlung der AGD beschlossene Satzungsänderung braucht, wird er im Frühling 2023 zur Verfügung stehen. Bis dahin werden wir an dieser Stelle weitere Informationen zu Antragstellung und Bewilligungsprozess veröffentlichen.

 

Natürlich an dieser Stelle auch noch ein Satz dazu, warum wir nicht wie andere Verbände als AGD eine Rechtsschutzversicherung abschließen, die dann für alle Mitglieder gilt. Das damit verbundene Geschäftsmodell hat uns nicht überzeugt. Zuviel hängt aus unserer Sicht von den Entscheidungen der Versicherung selbst ab. Unsere eigenen Handlungsmöglichkeiten sind – vor allem gemessen an den jährlich fälligen Zahlungen – zu gering. Zudem denken wir, dass der Fonds viel mehr unserem solidarischen Verständnis eines Berufsverbandes entspricht.

 

Verfolgt die weiteren Entwicklungen. Bleibt uns auf den Fersen!

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