Unsere Kandidat:innen für die Vorstandswahl 2026

Gerade in wirtschaftlich schwankenden Zeiten und mit Aussicht auf die stärker werdende Präsenz von KI müssen Berufsverbände für ihre Mitglieder einstehen, ihre Interessen angemessen vertreten und die Geschicke des Verbandes mit Voraussicht leiten.

Dieser Aufgabe sehen sich insgesamt sieben Kandidierende gewachsen und blicken motiviert und positiv gestimmt auf die Zukunft von Verband und Branche. Hier stellen sie sich, ihre Ziele und ihre Motivation vor.

Gewählt werden sie am 28.11.2026 auf unserer Mitgliederversammlung in Bremen. Wer nicht live vor Ort sein kann, hat an dem Tag von 8 bis 11 Uhr die Möglichkeit, über ein Online-Abstimmungstool an der Wahl teilzunehmen. Dies schließt die Wahl spontan aufgestellter Personen aus.


Ich kandidiere für den ersten Vorsitz der AGD – gemeinsam mit Christiane Schäffner und Ina Oakley. Warum? Weil ich in zwei Jahren aktiver Mitarbeit erlebt habe, wie aus Kleinem Großes entsteht. Wie aus einer Anfrage ein gemeinsames Projekt wird, aus Zusammenarbeit Vertrauen und aus Begegnungen neue Verbindungen. Daran möchte ich anknüpfen und gemeinsam weitergestalten.

Ich beginne gerne mit Fragen. Wo fängt Gestaltung an, wo hört sie auf? Was muss sich verändern, was unbedingt bleiben? Was können wir bewegen, wenn wir uns als Designer:innen zeigen und als Kolleg:innen zusammenarbeiten?

Unser Beruf verändert sich. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle aktiv mitgestalten. Die Herausforderungen kenne ich aus langjähriger Selbstständigkeit. Ich möchte neue und langjährige Mitglieder einbeziehen, Erfahrungen und Kompetenzen zusammenbringen und gemeinsam mit Auftraggebern neue Möglichkeiten entwickeln. Raus aus der Designbubble, hinein in den Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft.

Wenn wir von der Wirkung guten Designs überzeugt sind, sollte man sie auch an unserer eigenen Arbeit erkennen können. Das beginnt für mich im Vorstand: mit Vertrauen, Offenheit, Mut zur Veränderung und Freude am gemeinsamen Gestalten. Ich wünsche mir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen, die Verantwortung für die AGD übernehmen – auch dort, wo wir unterschiedliche Perspektiven haben.

Ich sehe eine AGD, nach der man sich umdreht, deren Gesellschaft man sucht. Eine AGD, die Menschen stärkt, ohne sie aufzureiben.

Ich bringe meine Erfahrung ein, hinterfrage, verbinde und gestalte. Die AGD ist ein guter Jahrgang. 50 Jahre sind ein Grund zu feiern – und ein wunderbarer Anlass, gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Wenn nicht jetzt, wann dann?


Ich kandidiere für den zweiten Vorsitz der AGD. Claudia Eustergerling bewirbt sich für den ersten Vorsitz. Gemeinsam möchten wir neue Impulse setzen und die Zukunft unseres Verbands gestalten.

Seit 2023 engagiere ich mich im Vorstand. Besonders die Zusammenarbeit mit Claudia und Ina hat gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Wertschätzung, Vertrauen und ein echtes Miteinander im Mittelpunkt stehen. Unser Jubiläumsbuch, das wir mit viel Herzblut und vollständig ehrenamtlich umgesetzt haben, ist dafür ein schönes Beispiel.

Seit über 30 Jahren bin ich selbstständige Designerin. Ich weiß, wie viel Kompetenz, Erfahrung und unternehmerisches Denken in unserem Beruf steckt und wie oft das unterschätzt wird.

Das möchte ich verändern. Ich wünsche mir eine AGD, die ihre Mitglieder stärkt, Menschen verbindet und auch dort gehört wird, wo wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entscheidungen getroffen werden.

Ich freue mich darauf, neue Wege zu gehen, Menschen für Ideen zu begeistern und gemeinsam etwas zu bewegen.

Denn wir Gestalter können viel mehr bewegen, als uns manchmal selbst bewusst ist. Es wird Zeit, dass wir das auch zeigen.


Ich bin Matthias, verheiratet, Vater von zwei Töchtern und seit mehr als 20 Jahren in der Design- und Fotografiebranche freiberuflich selbstständig. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie viel Leidenschaft, Persönlichkeit und Erfahrung in kreativer Arbeit stecken.

Wir leben und arbeiten in Zeiten einer nahezu grenzenlosen Bilderflut, mit einem allgemeinen Anspruch Anspruch an einen immer höher getakteten Output und einer allgegenwärtigen bildgenerierenden künstlichen Intelligenz.

Gerade deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen, den angemessenen Wert jeder gestalterischen Leistung zu bewahren und mich für faire Entlohnung und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen einzusetzen.

Ich möchte die Wertschätzung und den Respekt gegenüber kreativen Leistungen (mit Fokus auf die Fotografie) stärken, den Mitgliedern eine starke Stimme geben und die Zukunft unserer Kreativbranche mit gestalten – nicht zuletzt, weil ich selbst jeden Tag vor den Herausforderungen stehe, die unsere Branche bewegt.


Wir Solo-Selbständigen brauchen eine wehrhafte Organisation, die uns beraten und bei Bedarf auch verteidigen kann. Da wir uns darüber hinaus um alle beruflichen Belange selbst kümmern müssen, brauchen wir zudem Vertrauenspersonen und eine einladende Atmosphäre, dass sich auch Mitglieder selbst füreinander engagieren wollen.

Damit alle in der AGD ein Stück Heimat finden können. Engagierter Sozial-Verband statt bloßes Service-Unternehmen. Das hat uns groß gemacht und wird wichtiger denn je werden. Für dieses Gelingen möchte ich einen Beitrag leisten.


Sechs Jahre lang durfte ich ab 2011 als Vorstandsvorsitzender die Entwicklung der AGD mitgestalten. Gemeinsam mit einem vollständig neuen Vorstand und einer neuen Geschäftsführung haben wir damals einen umfassenden Veränderungsprozess angestoßen und den Verband in vielen Bereichen neu aufgestellt.

Auch nach meiner Amtszeit bin ich der AGD eng verbunden geblieben: mit Webinaren und Vorträgen, als Gastgeber von Designabenden und inzwischen auch als Mediator in der ehrenamtlichen Mitgliederberatung.

In den vergangenen Jahren hat sich auch mein eigener beruflicher Schwerpunkt verändert. Aus dem Gestalter ist zunehmend ein Berater geworden. Heute beschäftige ich mich vor allem mit strategischer Positionierung, systemischer Beratung und der Frage, wie Menschen und Organisationen Veränderungsprozesse erfolgreich gestalten können.

Ich möchte mich als Beisitzer dafür einsetzen, dass Designerinnen und Designer nicht nur als Gestalter wahrgenommen werden, sondern zunehmend als strategische Partner, die Unternehmen und Organisationen Orientierung geben. Denn Designerinnen und Designer bringen wichtige Fähigkeiten mit, um komplexe Zusammenhänge zu erkennen, neue Perspektiven zu eröffnen und Veränderung zu gestalten.

Wenn Du noch mehr über mich erfahren möchtest, besuche gerne meine Website: www.AndreasJacobs.com


Ich bin Monika Moche, selbstständige Designerin und Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing – und aktuell „Vorstandsazubine“ bei der AGD.

Seit einiger Zeit darf ich bei den Vorstandssitzungen dabei sein und je genauer ich die Arbeit und Themen des Verbands kennenlerne, desto mehr Lust bekomme ich, mich einzubringen und die Zukunft der AGD mitzugestalten. Ich glaube, dass Gesellschaft nur dann gut funktioniert, wenn sich unterschiedlichste Menschen beteiligen, solidarisch sind, sich auf Augenhöhe austauschen und gegenseitig unterstützen. Davon profitieren am Ende alle.

Die Herausforderungen unseres Berufs kenne ich aus der Designer-Praxis aber auch aus der Sicht von mittelständischen Unternehmen und ich glaube, dass ich damit wichtige Aspekte einbringen kann. 


Ich kandidiere als Beisitzerin für den Vorstand der AGD – gemeinsam mit Claudia Eustergerling (erster Vorsitz) und Christiane Schäffner (zweiter Vorsitz). Was uns als Dreierteam verbindet, ist nicht nur eine gemeinsame Vision, sondern auch eine besondere Geschichte. Durch die gemeinsame Gestaltung des Buches zum 50-jährigen Jubiläum der AGD sind wir als Team zusammengewachsen. Wir haben Ideen entwickelt, diskutiert, Entscheidungen getroffen und dabei gemerkt, wie wunderbar sich unsere unterschiedlichen Erfahrungen, Stärken und Perspektiven ergänzen. Aus dieser Zusammenarbeit ist der Wunsch entstanden, gemeinsam noch mehr zu bewegen.

Gleichzeitig gibt es ein Thema, was mich seit langer Zeit beschäftigt: wir Kreative machen längst mehr als schönes Design. Wir denken strategisch, beraten, hinterfragen, entwickeln Ideen und begleiten Menschen durch Prozesse. Und trotzdem wird der Wert unserer Arbeit oft noch unterschätzt. Für mehr Sichtbarkeit, Wertschätzung und ein anders Thema, was mich sehr fasziniert: Ein starkes Miteinander. Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Ideen bereichern uns, inspirieren zu neuen Gedanken und lassen uns gemeinsam über den eigenen Horizont hinausdenken.Denn ich bin überzeugt: Was wir im Inneren miteinander leben, können wir auch nach außen tragen. Mit Haltung, einem feinen Gespür für Menschen und einer Vision, die gemeinsam wachsen darf. Darauf freue ich mich sehr.


Ich bin Designer und Fotograf.

Ich kandidiere wieder für den Vorstand, um den wirtschaftlichen und sozialen Interessen und Sorgen der Mitglieder eine Stimme zu geben. Im Fokus stehen die Designerinnen und Designer, die Fotografinnen und Fotografen, die von ihrer kreativen Arbeit leben müssen. Sie brauchen einen Ankerpunkt in der immer komplexer werdenden Arbeitswelt. Sie brauchen eine Allianz, die sie gegenüber Politik und Wirtschaft kompetent vertritt. Diese wichtige Vorstandsarbeit will ich fortsetzen und bitte um eure Stimme.

Meine Tätigkeitsfelder sind: Printdesign, Webdesign, Webprogrammierung, Fotografie, Social Media, KI, Urheberrecht, Fotorecht, Datenschutz, Barrierefreiheit, Leichte Sprache, öffentliche Ausschreibungen, etc.

In folgenden Gremien und Ehrenämtern bin ich aktiv:
BAGSV, Deutscher Designtag, Deutscher Fotorat, Deutscher Kulturrat, IHK, mfm, VG Bild-Kunst