Ein wichtiger Schritt für mehr politischen Dialog
Initiiert wurde der Round Table von der Grünen-Bundestagsabgeordneten Sandra Stein. Gemeinsam mit weiteren Abgeordneten aus unterschiedlichen Ressorts kamen Vertreter:innen von Verbänden der Selbstständigen und Freien Berufe zusammen, um zunächst einander kennenzulernen und die drängendsten Themen zu sammeln.


Wir begrüßen diese Initiative ausdrücklich. Denn die Interessen von Solo- und Kleinstunternehmen werden in politischen Debatten noch immer zu selten aus ihrer eigenen Realität heraus betrachtet. Dabei leisten Selbstständige einen wesentlichen Beitrag zu Wirtschaft, Kultur, Innovation und gesellschaftlicher Entwicklung – oft unter Rahmenbedingungen, die ihrer Arbeitsweise nicht gerecht werden.
Dass die Bundestagsfraktion der GRÜNEN hierfür nun ein regelmäßiges Gesprächsformat eröffnet, ist deshalb ein wichtiges Signal. Unser Dank gilt Sandra Stein und ihren Kolleginnen, darunter Lisa Paus, Sandra Detzer, Katharina Beck, Sylvia Rietenberg und Rebecca Lenhard, für den offenen Austausch und die Bereitschaft, die Perspektiven der Selbstständigen strukturiert aufzunehmen.
Welche Themen bringt die AGD ein?
Ein zentrales Thema des Auftakttreffens war die anhaltende Rechtsunsicherheit durch das dysfunktionale Statusfeststellungsverfahren. Für viele Selbstständige ist sie längst mehr als ein bürokratisches Ärgernis: Sie erschwert Kooperationen, verhindert Aufträge und verunsichert Auftraggeber:innen ebenso wie Auftragnehmer:innen.



Aus Sicht der AGD gehören darüber hinaus auch Fragen sozialer Absicherung, fairer Rahmenbedingungen, Bürokratieabbau, Altersvorsorge, KSK, Plattformökonomie und angemessener Vergütung auf die politische Agenda. Nicht zuletzt muss es darum gehen, dass die Parteien der demokratischen Mitte die Belange der Selbstständigen nicht länger den Populisten überlassen, die immer wieder gern so tun, als würden sie sich für unsere Anliegen interessieren.
Der Round Table soll künftig halbjährlich stattfinden – im Wechsel online und vor Ort. Wir werden diesen Prozess konstruktiv begleiten und die Anliegen selbstständiger Designer:innen dort einbringen, wo politische Rahmenbedingungen entstehen.



Deshalb interessiert uns: Welche Themen sollen wir in diesen Dialog mitnehmen?
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