KI und Kreativwirtschaft: AGD zu Gast im BMWK

Am 16. April 2024 versammelten sich rund 100 Vertreterinnen und Vertreter der Kultur- und Kreativwirtschaft, darunter auch die AGD, im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Berlin. Gemeinsam wurde über die Potenziale, Chancen und Risiken der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) diskutiert.

Am 16. April 2024 versammelten sich rund 100 Vertreterinnen und Vertreter der Kultur- und Kreativwirtschaft, darunter auch die AGD, im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Berlin. Gemeinsam wurde über die Potenziale, Chancen und Risiken der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) Diskutiert.

Eröffnung des Events & Paneldiskussion 

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Michael Kellner, parlamentarischer Staatssekretär beim BMWK und offizieller Ansprechpartner der Bundesregierung für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Er betonte vor allem die Unvorhersehbarkeit der zukünftigen Entwicklung von KI in den nächsten Jahren. Diese Ungewissheit verstärkt die Notwendigkeit des Austauschs, insbesondere darüber, wie KI die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie die Gesellschaft als Ganzes beeinflussen wird. 

Die anschließende Diskussionsrunde, bestehend aus Expertinnen und Experten verschiedener Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft (unter anderem Verlag-, Musik-, Film- & Architekturindustrie), beleuchtete die vielschichtigen Fragen rund um den Einsatz von KI. Dabei wurden sowohl die Chancen als auch die Risiken dieser Technologie in der Kreativwirtschaft intensiv diskutiert. 

Hierbei war ein zentralter Diskussionsaspekt der Schutz von Urheberinnen und Urhebern und ihren Werken. Zudem wurden die Potenziale und Risiken neuer Geschäftsmodelle diskutiert, die durch den Einsatz von KI entstehen können und was passiert, wenn ältere Geschäftsmodelle und Jobs wegfallen werden. Ein nicht zu unterschätzendes Thema sei auch die Entwicklung von Maßnahmen gegen KI-generierte Desinformationskampagnen, um die Integrität von Informationen in der digitalen Welt zu wahren. 

Workshops & Austausch 

Nach der Diskussion fanden vier Workshops für alle anderen Teilnehmer statt, in denen verschiedene Aspekte von KI vertieft wurden. Hier einige zentrale Erkenntnisse: 

  • Eine neue KI-Verordnung sollte für Transparenz und Einhaltung ethischer Grundsätze sorgen.
  • KI-Modelle sollten umweltfreundlich und vielfältig sein.
  • Es wird eine digitale Bildungsreform mit Fokus auf KI-Ethik vorgeschlagen.
  • Unternehmen könnten die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter im Umgang mit KI fördern, zum Beispiel durch Hackathons
  • Anpassungen im Urheberrecht sind erforderlich, um die Rechte der Urheber zu schützen.
  • Die Integration zentraler Datenquellen kann Innovationsprozesse beschleunigen.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert die Entwicklung innovativer KI-Modelle.
  • Durch den Einsatz von KI könnte viel an Wissen und Fertigkeit verloren gehen, was zuvor mühsam durch eigene Initiative, Arbeit und Verbesserung erarbeitet und verstanden werden musste.

Die Konferenz verdeutlichte die Bedeutung einer ausgewogenen Betrachtung von KI in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Einigkeit besteht darüber, dass KI sowohl Chancen als auch Herausforderungen birgt, die durch gezielte Maßnahmen und Anpassungen in Gesetzgebung, Bildung und Praxis angegangen werden sollten. Die Ergebnisse der Workshops werden nun im BMWK weiter analysiert, um konkrete Schritte für eine zukunftsfähige und verantwortungsvolle Nutzung von KI zu entwickeln.

Auch zukünftig soll es weitere Veranstaltungen zur KI in der Kreativwirtschaft geben. Wir sind gespannt. 

UND JETZT?

Auch bei uns bleibt das Thema KI präsent. Wir haben bereits einige Webinare zu KI angeboten, uns bei der Veranstaltung letztes Jahr in Heidelberg ausführlich den Chancen und Risiken der neuen Tools gewidmet und eine KI-Taskforce gegründet. Mit dieser erarbeiten wir gerade ein Positionspapier, das versucht, einen ganzheitlichen Blick auf KI zu werfen und der Komplexität des Themas gerecht zu werden. Daher finden wir es wichtig, den Diskurs immer wieder zu suchen und gemeinsam eine Lösung zu finden, wie mit der neuen Technologie umzugehen ist.

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