Wiedereinführung eines Bundesdesignpreises steht an

Von links nach rechts:
Scott W.J. Lipinski und Claudia Hoffmann (Fashion Councial Germany), Lisa Lang (VDMD), Janine Wunder (Rat für Formgebung), Mara Michel (DT und VDMD), Torsten Meyer-Bogya (DT und AGD), Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, Christian Büning (DT und BDG), Boris Kochan (DT und TGM), Andreas Schulze (DT und VDID), Ake Rudolf und Ingrid Krauß (IDZ)
© Susanne Eriksson/BMWI
Von links nach rechts: Scott W.J. Lipinski und Claudia Hoffmann (Fashion Councial Germany), Lisa Lang (VDMD), Janine Wunder (Rat für Formgebung), Mara Michel (DT und VDMD), Torsten Meyer-Bogya (DT und AGD), Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, Christian Büning (DT und BDG), Boris Kochan (DT und TGM), Andreas Schulze (DT und VDID), Ake Rudolf und Ingrid Krauß (IDZ) © Susanne Eriksson/BMWI

Wirtschaftspolitischer Dialog Design am 22.8. im BMWi

Am 22. August hatte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries zum „Wirtschaftspolitischen Dialog Design“ eingeladen, auf dem es vor allem um die Wiedereinführung eines Bundesdesignpreises ging. Eingeladen waren unteranderem der Deutsche Designtag (DT) und seine Mitgliedsverbände. Federführend brachte der 1. Vorsitzende der AGD, Torsten Meyer-Bogya die konzeptionellen Empfehlungen des DT ein. Schon im Vorfeld hatte er für die Wiedereinführung des Preises im Ministerium geworben.
Torsten Meyer-Bogya begrüßt die Initiative: „Die großen Designpreise haben ihre Berechtigung und dienen wunderbar als Marketing-Instrument für die ausgezeichneten Unternehmen und Designer. Trotzdem braucht das deutsche Design einen neuen Bundesdesignpreis, der seinen Fokus vor allem auf die Designer und ihr Schaffen legt. Dabei ist unbedingt ein Augenmerk auf die finanziellen Teilnahmemöglichkeiten und die inhaltliche Ausrichtung zu legen.“

Deutliche Worte fand Brigitte Zypries: „Design ist für ein exportorientiertes Land wie Deutschland von großer wirtschaftlicher Bedeutung: Es treibt Innovationen voran und überwindet dabei Branchengrenzen. In Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung sind es häufig auch die Ideen von Designern, die Produkte und Dienstleistungen besonders wettbewerbsfähig machen. Design „made in Germany“ und vor allem unsere vielen engagierten Nachwuchsdesigner erhalten aber nicht immer die entsprechende Aufmerksamkeit. Ein neuer Bundesdesignpreis könnte dies ändern: Er würde innovativem Design aus Deutschland mehr Beachtung verschaffen und die ausgezeichneten Unternehmen dabei unterstützen, ihre Produkte insbesondere im Ausland noch besser zu vermarkten.“

Dies ist ein klares Statement für Design. Es unterstreicht dessen Bedeutung im Wertschöpfungsprozess und hebt es auf die wirtschaftspolitische Agenda.

Wie geht es weiter? Im ersten Schritt hat der „Wirtschaftspolitische Dialog Design“ den Austausch mit der Designwirtschaft zu einer möglichen Neuauflage eines Bundesdesignpreises eröffnet. Im nächsten Schritt wird im Bundeswirtschaftsministerium nun ein Konzept hierzu erarbeitet. Darüber hinaus wurden die Bedeutung von Design für den Standort insgesamt sowie als Innovationstreiber für andere Wirtschaftsbranchen thematisiert.

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