Das Jahr der VG Bild-Kunst

Die VG Bild-Kunst sieht bewegten Zeiten entgegen. Die Interessen der Designer werden dabei schlagkräftig gleich durch drei AGD-Vertreter in den Gremien der VG vertreten.

Die erste Mitgliederversammlung der VG Bild-Kunst in diesem Jahr ist erfolgreich geschafft. Wie schon im letzten Newsletter erwähnt, lagen diesmal Wahlen zu den Gremien der VG an. Die AGD ist jetzt im Verwaltungsrat mit einem stimmberechtigten Mitglied (AGD-Vorstand Jan-Peter Wahlmann) und einer Stellvertreterin (AGD-Geschäftsführerin Victoria Ringleb) vertreten.

Des Weiteren sitzt AGD-Mitbegründer und langjähriger geschäftsführender Vorstand Lutz Hackenberg in der Stiftung Sozialwerk der VG. Die Stiftung Sozialwerk unterstützt Künstler, die sich in einer Notlage befinden. Die AGD ist froh darüber, dass die betroffenen Kolleginnen und Kollegen mit Lutz Hackenberg, seiner jahrezehntelangen Erfahrung und seinem sozialen Gespür einen kompetenten Ansprechpartner vorfinden.

Was ist die VG Bild-Kunst?

Für alle, die sich noch nicht mit der VG Bild-Kunst befasst haben, hier eine kurze Erläuterung. Sie ist die Verwertungsgesellschaft für die Bildende Kunst, Fotografie, Illustration, Design und Film – ähnlich der VG Wort für Text und der GEMA für Musik.
Da die VG Bild-Kunst ein breites Spektrum von Urhebern vertritt, sind ihre Mitglieder in drei Berufsgruppen unterteilt: Bildende Kunst (BG I), Fotografie, Illustration, Design (BG II) und Film (BG III). Der Verwaltungsrat ist berufsgruppenübergreifend. Dort sitzt die AGD und vertritt die Interessen der Designer, Fotografen und Illustratoren (BG II).

Rechteverwaltung für die Urheber

Die VG Bild-Kunst verwaltet die Zweitverwertung von urheberrechtlich geschützten Werken. Mit Zweitverwertung ist u.a. das Vervielfältigen zu privaten Zwecken gemeint – die im Urheberrechtsgesetz verankerte Privatkopie. Damit die Urheber für diese kostenlose und schwer kontrollierbare Nutzung eine gewisse Entschädigung erhalten, gibt es die Verwertungsgesellschaften. Auf praktisch alle Geräte, mit denen man Werke vervielfältigen kann (z.B. Fotokopierer, Scanner, Drucker, Fotokameras, PC, Smartphones, etc.), sowie deren Speichermedien wird beim Kauf eine Urheberrechtsabgabe fällig. Sie ist schon im Produktpreis enthalten und wird an die Verwertungsgesellschaften abgeführt, die die Einnahmen nach komplizierten Schlüsseln möglichst gerecht untereinander aufteilen.
Den Anteil, den die VG Bild-Kunst erhält, schüttet sie einmal im Jahr an ihre Mitglieder aus. Diese Ausschüttungen erfolgen nach mehreren Verteilungsplännen. So regelt z.B. der Verteilungsplan VP 6 die Ausschüttung für Fotografien, Illustrationen und Grafiken in analoge Medien. Der VP 7 regelt die digitalen Medien. Die Details der Verteilungspläne legen die Mitglieder der VG Bild-Kunst fest. Die Beratungen dazu erfolgen in der jeweiligen Berufsgruppe, die Ausarbeitung im Verwaltungsrat und die Verabschiedung in der Mitgliederversammlung. Die Verteilungspläne werden in unregelmäßigen Abständen dem aktuellen Kopierverhalten angepasst. Ein Teil der Einnahmen kommt den Stiftungen Sozialwerk und Kulturwerk der VG Bild-Kunst zugute.

Es geht weiter …

Das Thema »VG Bild-Kunst« wird uns in den kommenden noch weiter beschäftigen. Im September folgt eine außerordentliche Mitgliederversammlung für die Verteilungspläne und im Dezember eine weitere (!) außerordentliche Mitgliederversammlung, die sich nur mit den – vom Gesetzgeber geforderten – Satzungsänderungen beschäftigen wird.
Aus diesem Grund werden wir in den nächsten Newslettern weiterhin über die VG Bild-Kunst berichten. Und wer noch kein Mitglied ist, sollte das schnell nachholen. Es geht um »leicht verdientes« Geld. Die notwendigen Formulare findet man unter www.bildkunst.de.

Jan-Peter Wahlmann, AGD-Vorstand

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