Nachhaltigkeit in Design, Druck und Weiterverarbeitung | Ein Vortragsabend bei Woge Druck

Foto des Vortrags

Der AGD-Treff im Juli fand bei eindeutig sommerlicher Temperatur in Karlsbad-Langensteinbach statt, am Rande des Schwarzwaldes, etwas abseits der drückenden Schwüle in der Rheinebene.

Auf Einladung von Jürgen Stark, Geschäftsführer der Firma woge druck gmbh, hatte sich eine Gruppe von AGD-Designern und interessierten Gästen im architektonisch anspruchsvollen Firmengebäude von woge eingefunden, um sich an diesem Abend intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit im Printbereich zu befassen.

Nach einem herzlichen Empfang durch Jürgen Stark und einer kleinen dringend notwendigen Erfrischung, ging es dann inhaltlich zur Sache.
Wir erfuhren einiges über die CO2-relevanten Faktoren bei der Print-Produktion und die Möglichkeit für deren Reduzierung. Weitere Themen waren die Verwendung von ökologisch unbedenklichen Farben und Lacken, sowie der Verzicht von Alkoholeinsatz beim Offsetdruck.

Die Einsatzmöglichkeit von Recyclingpapieren, auch bei hochwertigen Printproduktionen, konnten wir anhand hervorragend produzierter Belegexemplare ausgiebig beurteilen.

Nach einer kleinen Pause übergab Jürgen Stark das Wort an seinen Bruder und Mitgesellschafter Hansjörg Stark, der uns von der nicht immer einfachen, aber konsequent verfolgten Entwicklung des Unternehmens zu einem ökologisch und sozial verantwortungsvoll agierenden Betrieb berichtete.
Nebenbei erfuhren wir noch einiges über die Bedeutung der Zertifikate FSC, PEFC und Der Blaue Engel, die Auskunft über die Klimafreundlichkeit einer Medienproduktion geben können. Auch die Begriffe „Print CO2 geprüft“ und das CO2-Kompensationsprojekt von firstclimate wurden uns vorgestellt und genauestens erklärt.
Zum Nachlesen gibt es die Infos zu den verschiedenen Zertifikaten auch in Form von PDF-Dateien im Downloadbereich auf www.wogedruck.de

Dass woge-druck sich auch technisch auf der Höhe der Zeit befindet, erläuterte uns anschließend Woge-Mitarbeiter Frank Schuster. Mit Heidelberg Prinect, dem digitalen PDF-Workflow zur vernetzten Aufbereitung der Druckdaten, bei dem Auftragsdaten wie Papiergrößen, Umfänge und Farbvoreinstellungen direkt an die Maschinen übertragen werden, der chemielosen Druckplatte ohne Entwicklungsprozess, sowie AXIS Control, ein im Leitstand integrierter Spektralfotometer, der die Farbführung konstant hält, werden Arbeitsabläufe optimiert und mögliche Fehlerquellen weitestgehend reduziert.
Das steigert die Qualität bei gleichzeitiger Verringerung des Materialeinsatzes.

Bei einem Rundgang durch den Produktionsbereich konnten wir uns selbst ein Bild vom effizienten, kostensparenden und vor allem umweltfreundlichen Einsatz der zuvor erläuterten Technologien machen.

Seinen Ausklang fand dieser interessante Vortragsabend bei kühlen Getränken und Häppchen auf der Terrasse neben dem Firmengebäude.

Bedanken möchte ich mich herzlich bei Jürgen und Hansjörg Stark, sowie den zahlreich anwesenden Mitarbeitern, die sich an diesem Abend Zeit für uns und unsere Fragen genommen haben.

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