Messe- und Ausstellungsdesign

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Ein Messe- und Ausstellungsdesigner schafft eine dreidimensionale Umgebung, die eine Geschichte erzählt, und damit weit über die reine Präsentation von Produkten oder Leistungen hinausgeht. Die Geschichte handelt von einer Sammlung, einer Marke oder einer Idee. Dafür setzt der Messe- und Ausstellungsdesigner – je nach Art der Ausstellung – unterschiedliche Techniken und Medien ein, um die richtigen Botschaften im Raum so zu übermitteln, dass der Besucher zum einen die beabsichtigte Botschaft intuitiv versteht, und zum anderen eine individuelle Beziehung zur erzählten Geschichte herstellen kann. Demnach ist Messe- und Ausstellungsdesign ein komplexer Prozess, der eine sorgfältige Choreografie verlangt, damit alle Elemente nicht nur aufeinander abgestimmt sind, sondern auch miteinander und mit dem Publikum interagieren.

Messe- und Ausstellungsdesign vereint unter einem Dach unterschiedliche Disziplinen wie Digital Media Design, Fotodesign, Grafikdesign, Illustration und Text. Darüber hinaus entwickeln und entwerfen Messe- und Ausstellungsdesigner Ausstellungsmodule wie Hänge- und Stellsysteme, Vitrinen, Displays und Bauten.

Der Designprozess im Messe- und Ausstellungsdesign

Der Designprozess im Messe- und Ausstellungsdesign besteht aus den gleichen Phasen wie der Grafikdesignprozess oder der Designprozess im Digital Media Design. Ihre Ausprägungen unterscheiden sich jedoch von diesen.

Zielbestimmung, Aufgabenstellung, Analyse

In der Phase Zielbestimmung, Aufgabenstellung und Analyse verständigen sich Auftraggeber und Auftragnehmer über Anliegen und Ergebnis des gemeinsamen Messe- und Ausstellungsprojektes:
  • Welchen Charakter und welches Ziel hat das Ausstellungsprojekt?
  • Welchen Umfang soll die Ausstellung haben?
  • Welches Zielpublikum soll erreicht werden, und welche Bedürfnisse hat dieses?
  • Welcher Art sind Lage und Kontext des Standorts?
  • Wie hoch ist das Budget?
  • Welcher Zeitplan ist vorgesehen?
Die Leistungen der Phase Zielbestimmung, Aufgabenstellung und Analyse werden nach Aufwand kalkuliert.

Ideenfindung

Typische Leistungen in der Phase der Ideenfindung sind:
  • Ideenskizzen zur Gestaltung der Geschichte
  • Erstellung logischer und ansprechender Konzeptideen
  • Storyline
  • Übertragung der Geschichte in den Raum mittels zwei- und dreidimensionaler Skizzen
Die Leistungen der Phase Ideenfindung werden nach Aufwand kalkuliert.

Entwicklung

  • Erstellung einer Choreografie für eine Ausstellung
  • Erstellung eines Raumkonzeptes mit Themen-, Medien- und Exponatverteilung
  • Typografisches Konzept, Farbkonzept
  • Erstellung von Lehr- oder Schautafeln
  • Konzept für eine Rauminstallation
Leistungen der Entwicklungsphase unterliegen regelmäßig dem Schutz durch das Urheberrecht. Sie werden dem Auftraggeber/Nutzer zur vorher vereinbarten Verwertung in angemessenem Umfang überlassen. Ihre Vergütung setzt sich aus der Honorierung der geleisteten Arbeitsstunden multipliziert mit dem Mindeststundensatz und dem Entgelt für die Nutzung des Werkes zusammen.

Vorschlag

Typische Leistungen in der Phase des Vorschlages sind:
  • Komposition der entworfenen Ausstellungselemente zu einer Gesamtschau
  • Entwicklung eines Modells
  • Erstellung von Simulationen
  • Präsentation und Diskussion des Modells bei dem Auftraggeber
  • Gegebenenfalls Umsetzung der gewünschten Anpassungen und Änderungen
Die Leistungen der Phase des Vorschlages werden nach Aufwand kalkuliert.

Installation

Typische Leistungen der Phase Installation sind:
  • Überwachung und Begleitung des Ausstellungsaufbaus
  • Projektmanagement
  • Koordinierung der anderen beteiligten Gewerke
  • Auswahl und Inbetriebnahme der eingesetzten Medien
Die Leistungen der Phase Installation werden nach Aufwand kalkuliert.

Die zu gestaltende Sonderausstellung ist geplant und konzipiert für eine Fläche von 200 qm. Die Designerin bietet ihre Leistungen auf Basis eines Preises je gestalteten Quadratmeter an, wobei grundsätzlich unterschieden wird zwischen Gestaltung ohne den Einsatz von Technik und mit dem Einsatz von Technik. In der Tabelle erscheinen folgerichtig ausschließlich die Leistungsbausteine, die erbracht werden müssen, um die Sonderausstellung erfolgreich umsetzen zu können.

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