Digital Media Design

Digital Media Design

Kaum eine Designdisziplin dürfte sich in den letzten Jahren so rasant entwickelt und ausdifferenziert haben wie das Design digitaler Medien. Dies ist in erster Linie der wachsenden Zahl unterschiedlicher Medien und Kanäle in der digitalen Welt geschuldet. Zudem ist die Branche des Digital Media Design einem steten Wandel unterworfen wie keine zweite. Ihre größte Herausforderung besteht darin, mittels Ausgabe- beziehungsweise Wiedergabegeräten und Web-Technologien gesellschaftlich, wirtschaftlich und sozial angemessene Lösungen zu entwickeln. Die unendlichen technologischen Möglichkeiten sollten hierbei so genutzt werden, dass die Technologien dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Die im Bereich des Digital Media Design genutzten Anwendungen halten eine große Vielfalt an Möglichkeiten bereit, miteinander zu agieren; seien es native Apps für die private Kommunikation, seien es Corporate Websites, Konfiguratoren für individuell ausgestattete Autos, E-Learning-Programme oder Onlineshops, in denen Einkaufen zum Erlebnis wird.

Joy of Use

Stets geht es darum, mittels guter Gestaltung die sogenannte Joy of use – eine positive Erfahrung bei der Nutzung – zu erzielen. So wird verhindert, dass der global umworbene Nutzer nach wenigen Sekunden der Orientierungslosigkeit die Seite oder Anwendung wieder verlässt, und schlimmstenfalls nie wieder zurückkehrt. Längst ist es hierbei nicht mehr damit getan, allein die Nutzeroberfläche gut aussehen zu lassen. Denn Interfacegestaltung, Benutzerführung und Navigation erlangen immer größere Bedeutung – und stellen damit Anforderungen an die Gestaltung der Mensch-Maschine-Beziehung. So werden Websites zunehmend mit Qualitätskriterien bewertet – wie zum Beispiel Usability –, die die Freude bei der Nutzung messen. Jene Ansprüche von Kunden, die über reine Aufgabenerledigung mittels Systemen hinausgehen, müssen in Zukunft in einem größeren Umfang befriedigt werden.

Der Designprozess im digital media design

Mehr als in jeder anderen Designdisziplin kommt es beim Digital Media Design darauf an, das wirklich Notwendige zu erkennen, vom technisch Möglichen zu unterscheiden und die erforderlichen Technologien sinnvoll einzusetzen. Konzept, Content und Gestaltung müssen eine Einheit bilden. Daher wird hierbei vielfach in iterativen und agilen Prozessen gearbeitet. Die einzelnen Prozessphasen verlaufen dabei oftmals simultan.

Zielbestimmung und Erarbeiten der Aufgabenstellung

In der Phase Zielbestimmung und Erarbeiten der Aufgabenstellung verständigen sich Auftraggeber und Auftragnehmer über Anliegen und Eckdaten des gemeinsamen Projektes. In Workshops erarbeiten und entwickeln sie gemeinsam die notwendigen Features. Je nach Komplexitätsgrad des Projektes greift der Designer auf unterschiedliche Methoden zur Zielfindung und –definition zurück.Gleichermaßen geht es in dieser Phase um die Hard Facts:
  • Umfang des Projekts
  • Timing
  • Budget
  • Vorgaben
  • Tonalität
  • Corporate Design
Die Leistungen der Phase Zielbestimmung und Erarbeiten der Aufgabenstellung werden nach Aufwand kalkuliert.

Analyse und Recherche

Je nach digitaler Anwendung findet der Digital Media Designer in der Analyse- und Recherchephase Antworten auf folgende Fragen:
  • Welches Ziel verfolgt mein Auftraggeber mit der digitalen Applikation? Welche der vielen verfügbaren Möglichkeiten ist die dafür geeignete?
  • Was machen seine Wettbewerber in diesem Bereich? Wie kann er sich davon differenzieren?
  • Welche Erwartungen, Wünsche und Werte haben seine bestehenden und potenziellen Nutzer?
  • Wie ist ihr Nutzerverhalten und der Nutzungskontext?
  • Welche typischen Fehleinschätzungen können auftreten? Wie kann ich sie vermeiden?
  • Wie wird sich die Branche meines Kunden in den kommenden Jahren entwickeln? Wie ist er dafür gerüstet?
  • Welche Anforderungen stellt die Datensicherheit?
Die Leistungen der Analyse- und Recherchephase werden nach Aufwand kalkuliert.

Ideenfindung und konzeptionelles Design

Typische Leistungen in der Phase Ideenfindung und konzeptionelles Design einer Website sind:
  • Definition der Inhalte
  • Struktur, Aufteilung, Gliederung des Inhaltes
  • Navigationskonzept
  • Wireframes (Raster, Aufbau)
  • Definition der Designgrundlagen (Farbwahl, Formensprache, Typografie)
  • Tonalität der Sprache
  • Ikonografie (optional)
  • Skalierbarkeit, Erweiterbarkeit
  • Gestaltung, Raster, Aufbau, Responsive Design
  • Performance, Ressourcen
  • Interaktionskonzept
Die Leistungen der Phase Ideenfindung und konzeptionelles Design werden nach Aufwand kalkuliert.

Entwurf, operatives Design und Prototyping

Typische Leistungen in der Phase Entwurf, operatives Design und Prototyping einer Website sind:
  • Gestaltungskonzept
  • Raster, Responsive Design
  • Typografisches Konzept
  • Aufbau der Seite und ihrer Unterseiten
  • Erstellung von Templates und Musterseiten
Leistungen der Phase Entwurf, operatives Design und Prototyping unterliegen regelmäßig dem Schutz durch das Urheberrecht. Sie werden dem Auftraggeber / Nutzer zur vorher vereinbarten Verwertung in angemessenem Umfang überlassen. Ihre Vergütung setzt sich aus der Honorierung der geleisteten Arbeitsstunden multipliziert mit dem Mindeststundensatz und dem Entgelt für die Nutzung des Werkes zusammen.

Realisierung

Typische Leistungen in der Phase der Realisierung einer Website sind:
  • Adaption, Abarbeiten von Unterseiten, Screens, Modulen
  • Interaktionsdesign, UX
  • Modulare Funktionen (optional)
  • Bildbearbeitung
  • Projektmanagement
  • Programmierung
  • Einpflegen von Inhalten
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Anpassung an weitere Geräte- und Browserreihen
Die Leistungen der Realisierungsphase werden nach Aufwand kalkuliert.

Evaluation

Typische Leistungen in der Phase der Evaluation, beispielsweise einer Website, sind:
  • Asynchrone und synchrone Remote Usability Tests
  • Expertenbasierte Tests
  • Labortests
  • Card Sorting
Die Leistungen der Evaluationsphase werden nach Aufwand kalkuliert.

Inbetriebnahme

Typische Leistungen in der Phase der Inbetriebnahme einer Website sind:
  • Anbindung an Social Networks
  • Datenhandling, Archivierung
  • Anpassungen und Änderungen
  • Übergabe, Dokumentation, Schulung, Support, Pflege
Die Leistungen der Inbetriebnahme werden nach Aufwand kalkuliert.

 

 

 

 

Bei dieser Beispielkalkulation handelt es sich um einen eMarketing/ Social Media Spot. Der Kunde ist ein öffentliches Amt, das plante, für ein jährlich wiederkehrendes Event einen ½-minütigen Social-Media-Teaser-Spot zu produzieren. Die hierfür entwickelte Idee setzte sich aus verschiedenen medialen Bausteinen zusammen und umfasste einen Schauspieler, an das Corporate Design angepasste Requisiten, Motion-Design-Elemente, eine Off-Sprecherin und Sounddesign.

Weiterlesen

Bei unserer Designkalkulation des Monats April 2016 geht es um das Re-Design und die technische Überarbeitung einer Verlagswebsite, die etwas in die Jahre gekommen ist und den Verlag in seiner Professionalität nicht mehr angemessen präsentiert.

Weiterlesen

Nachoben