Design trifft Verantwortung – Impressionen der MCBW 2016

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Die Munich Creative Business Week (MCBW 2016) ist vorbei! Besonders die Creative Demo Night, in der innovative Projekte und Ideen von jungen Designern präsentiert wurden, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. »Nur schön« reicht eben nicht, wenn man als Designer ökologische und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen möchte. Auf der Veranstaltung zeigten Jungdesigner die sich eröffnenden Chancen aus der Kombination von nachhaltigen Produkten mit zeitgenössischer Gestaltung. Stichworte, wie Recycling, Upcycling, Langfristigkeit und  Praxistauglichkeit spielten eine zentrale Rolle. Einige dieser originellen Projekte stellen wir vor.

NEA – Studio für neue Gestaltung stellen ihr Projekt Ein Laden_ vor. NEA ist das Designbüro Sina Pardylla und Marie Christall (s.o.), beide mehrjährige Mitglieder der AGD.  In Ihrem Projekt tragen sie zur Veränderung des Stadtbildes von Braunschweig bei, indem sie leerstehende Geschäfte in einladende Orte zum Verweilen umwandeln. Dadurch wird Unbrauchbarem vorübergehend wieder ein Nutzen geschenkt.

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Eine ungewöhnliche Materialkombination: Dieser innovative Hocker aus Birkenrinde verknüpft alternative Rohstoffe mit modernem Design.

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Dass aus vermeintlichem Abfall noch verwertbare Materialien gewonnen werden können, zeigt auch Mona Chirie Mithabs Entwicklung einer mobilen Toilette. MoSan stellt eine innovative benutzerfreundliche Toilette dar, die besonders in Regionen mit mangelnder sanitärer Infrastruktur helfen soll. Das Besondere daran ist, dass die Abfälle recycelt und zu Brennstoff verarbeitet werden können. Neben einer effizienten Entsorgung und gesteigerter Hygienestandards, soll MoSan besonders das Bewusstsein für den Bedarf an sanitären Anlagen wecken.

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Zum Anlass der aktuellen Flüchtlingsproblematik stellte Nele Müller (s.o.) ihr Projekt Infomapp vor. In Form von Flyern und einer dazugehörigen App bietet dieses Projekt Flüchtlingen der Bayernkaserne München eine Orientierungshilfe. Es wird über Hilfsangebote, Freizeitaktivitäten und weitere Services Auskunft gegeben. Dabei helfen Symbole und Piktogramme, die aufgelisteten Angebote auch ohne deutsche Sprachkenntnisse verstehen zu können.

Wir loben das gute Zusammenspiel aus Verantwortung und Gestaltung und möchten daher zum Schluss auf die bleibende Nachhaltigkeit im Design mit einem St. Erhard Craftbier anstoßen – auch das, eines der ausgestellten Projekte. Zum Wohl!

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